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Verflechtungen der Ungleichheit

2025

Ungleichheiten durchdringen alle Bereiche unserer Gesellschaft. Sie prägen etwa die Verteilung von Einkommen und Vermögen oder die Chancengleichheit aufgrund von Merkmalen, wie Geschlecht, Herkunft oder Behinderungen. In diesem Hintergrundpapier beleuchten Ellen Ehmke, Senior Expertin der Robert Bosch Stiftung, und Martina Ciravegna, vormals für die Robert Bosch Stiftung tätig, heute Projektreferentin bei der Deutschlandstiftung Integration, die komplexe Natur dieser Ungleichheiten. 

Die Autor:innen erläutern verschiedene Dimensionen von Ungleichheit: von vertikalen Unterschieden in Einkommen und Vermögen bis zu horizontalen Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen. Sie zeigen auf, wie sich Ungleichheiten gegenseitig überlappen und ein dichtes Gewebe bilden, das für manche Vorteile schafft, andere jedoch zurückhält. Zudem werden die historischen Wurzeln dieser Ungleichheiten betrachtet: das Erbe des Kolonialismus, die ungleiche Nutzung natürlicher Ressourcen oder unbezahlte Sorgearbeit. Das Papier beleuchtet, wie die daraus entstandenen Mechanismen bis heute wirken.

Der Text zeigt auf, warum Ungleichheit allen schadet, nicht allein jenen Menschen, die Armut und Ausgrenzung erfahren. Ungleichheiten behindern persönliche Entwicklungschancen und zersetzen den sozialen Zusammenhalt von Gesellschaften. Sie untergraben das Vertrauen in unsere Demokratien und beeinträchtigen unsere kollektive Fähigkeit, Krisen zu bewältigen. 

Abschließend präsentiert das Papier Ideen und Ansätze, wie Ungleichheiten auf systemischer Ebene begegnet werden kann. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass der Kampf gegen Ungleichheit eine Frage der Machtverteilung ist. Es werden einige Partnerorganisationen vorgestellt, mit denen die Robert Bosch Stiftung daran arbeitet, Ungleichheiten zu begegnen.

Robert Bosch Stiftung

Autor:innen

Ellen Ehmke und Martina Ciravegna

Auf der Suche nach dem sozialen 1,5 Grad Ziel

Programm- und Projektbroschüren

denkhausbremen veröffentlicht einen Forderungskatalog für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Zukunft. Das Besondere daran: Das Dokument stellt die Ideen von bundesweit 25 Initiativen in den Vordergrund, bei denen Menschen mit "kleinem Geldbeutel" sich selbst vertreten. Die Forderungen spiegeln daher die Perspektiven von Menschen wider, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind, aufgrund einer Behinderung oder Krankheit eingeschränkt werden, einen Migrationshintergrund haben oder obdachlos sind. Der Katalog ist das Ergebnis einer mehrjährigen Reise durch Deutschland und ein eindringlicher Appell, die Zukunft gemeinsam und inklusiv zu gestalten.

denkhausbremen

Autor:innen

Peter Gerhardt, Ulrike Eppler und Michael Gerhardt

Digitale Gewalt ernst nehmen!

Programm- und Projektbroschüren

Digitale Gewalt ist komplex und stellt eine große gesellschaftliche Herausforderung dar. Digitale Gewalt geht über Hate Speech hinaus und umfasst auch Cyberstalking oder Deep Fakes, mit denen beispielsweise gefälschte Nacktbilder erstellt werden. Die Robert Bosch Stiftung ist gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation „Ein Team gegen digitale Gewalt“ Initiatorin dieses Forderungspapiers. Es wurde von 61 Organisationen und Projekten sowie 77 engagierte Einzelpersonen unterzeichnet. Dem ging ein Workshop von Praktiker:innen aus acht Bundesländern und ein partizipativer Prozess voraus. Kernforderungen sind: Betroffenenzentriertes Vorgehen, bei dem die Bedarfe der Betroffenen bei der Bekämpfung digitaler Gewalt im Vordergrund stehen. Bedarfsgerechte Finanzierung des Unterstützungssystems, um die Anforderungen im Zusammenhang mit digitaler Gewalt zu bewältigen sowie die Prävention gegen und Sensibilisierung für digitale Gewalt.
 

Ein Team gegen digitale Gewalt; Robert Bosch Stiftung GmbH